Tag der offenen Sammlungen

Hauptkategorie: Aktuelles Erstellt: Freitag, 03. Juni 2016 Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 23. Februar 2017 Veröffentlicht: Freitag, 03. Juni 2016 Geschrieben von JK

+++  03.06.2016 +++

 Wir waren wieder dabei an der Universität Göttingen. Der heiße 22. Mai lockte nicht allzu viele Besucher in das Geowissenschaftliche Institut, wir zählten immerhin ca. 140 Besucher. Unsere Mitglieder konnten aber aktiv die Rumgucker animieren, sich doch mal einen Computer oder Rechengerät auszusuchen und unter Anleitung zu bedienen. Kinder, besonders Jungen, klebten an dem Vectrex-Videospiel, bis die Eltern sie dort wegzerren mussten. Dieses ganz frühe Spiel, noch mit Elektronenstrahl auf den Bildschirm gemalte Strichbilder, machte genau so viel Spaß wie heutige Superaction-Spiele in 3D und Wahnsinnsgrafik. Denn Ballerei und Zerstörung sind auch in abstrakter Darstellung eines space-war genug Herausforderung an den Spieltrieb. Und an Reaktionsschnelligkeit waren die Youngsters nicht zu toppen.

Wir haben aber vor allem die GWDG (Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung) vertreten; konkret das Rechnermusum am Faßberg. Ein entsprechendes Roll-up-Poster wurde eigens hierfür erstellt und gezeigt. Wir organisieren auch gerne eine Führung durch das Rechnermuseum der GWDG. Bitte an den webmaster schreiben oder das Kontaktformular ausfüllen.

Und dazu passt wieder mal die Programmierung eines PDP-Rechners in Oktalcode, den man an den Tasten - Bit für Bit - eingeben und an den Lämpchen ablesen kann. Das ist noch MASCHINEN-Programm, nicht mal Assembler! Allerdings passen jetzt ganze Rechenzentren in den Computer, der die Oldie-Computer (Schrank an Schrank) simuliert. Und dieser Simulationscomputer ist nicht größer als eine Zigarrettenschachtel! Er ist ganz simpel in dem Terminal (ORIGINAL!) eingebaut. Mit wenigen Zeilen Code kann man dann ein Lauflicht realisieren. Wer mehr wissen will, kann die Technik hier nachlesen; alles öffentlich und kostenfrei!

Die Rechenmaschinen ratterten, der Abakus ließ Finger verknoten und der primitive Blech-Addiator mit Stiftzahnstange ließ erstaunen: So einfach und genial waren diese frühen Rechengeräte. Und wieso nun einen Commodore-Tischrechner? Weil es ein ganz früher Computer war, den sich kleine Büros (ca. 1981 in D) leisten konnten. Besonders die Hochschulen, kleine Unternehmen und Bauingenieur-Büros warfen die Rechenmaschinen raus, gingen nicht mehr mit Lochkartenstapeln zum Großrechner und programmierten selber. Was früher als erschwingliche Hochleistungsmaschine ankam, ist für uns heute hoffnungslos langsam. Und das konnte man an dem ablaufenden BASIC-Programm zur Primzahlberechnung sehen, selbst wenn das sehr schlau (schnell) programmiert war. So wurde klar, wie viel leistungsfähiger die heutigen Rechner sind. Ein Smartphone hat mindestens 8 GB Speicher auf einem Fingernagel (der Commodore hatte eine Audiocassette oder sogar externes Floppylaufwerk  mit 340 kB). Die Taktrate von damals (4 kHz) war ein 500stel der heutigen 2 GHz.

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