Analogrechner

Hauptkategorie: Externes Kategorie: Literatur Erstellt: Freitag, 07. Januar 2011 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 30. Juni 2012 Veröffentlicht: Freitag, 07. Januar 2011 Geschrieben von Jens Kirchhoff

 

Analogrechner:

Wunderwerke der Technik - Grundlagen, Geschichte und Anwendung

Bernd Ulmann

  • : Oldenbourg (19. Mai 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3486592033
  • ISBN-13: 978-3486592030
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Warum man es lesen sollte:

Ein junger Mann hat nicht nur kürzlich über Analogrechner promoviert sondern auch ein Werk geschrieben, das man als Standardwerk bezeichnen muss. Hier werden nicht nur Technik und Verfahren von Anfang an (nicht nur 1960er ff) hervorragend beschrieben sondern auch die umfassende Historie der Anwendungsgebiete. Insoweit könnte das auch Militärhistoriker oder Historiker aus der Luft- und Raumfahrt interessieren! Außerdem ist die Lebendigkeit durch Zitate und Anekdoten sowie interessanteste Details aus der Zeit zu betonen.

Was steht drin ?

Rechenelemente und Funktion sowie Schaltungen und mathematische Grundlagen, mechanische sowie elektromechanische und elektronische Systeme bzw. Rechner, Anwendungen aus Forschung und Technik und Militär, Programmierung etc. (siehe Inhaltsverzeichnis in der pdf-Anlage / Achtung: nur fehlerhaft mit OCR erstellt)

Was steht nicht drin ?

Ganz offen und bewusst hat Herr Uhlmann das Thema vor dem Ausufern bewahrt, indem er -besonders bei den mechanischen Rechnern vorne und den Anwendungen hinten- eine Grenze zur Tiefe gezogen hat. Die Anwendungen sind so umfangreich, dass man gar nicht alle möglichen Fälle aufführen kann, zumal das eine ewige Recherche bleiben wird. Einige sind nur angerissen, einige recht eingehend untersucht worden und andere nicht genannt bzw. dem Autor nicht bekannt. So wird zum Beispiel der "DELTAR"-Analgorechner und dessen Anwendung für Meeresströmungen nicht genannt. 

Bei den Anlagorechnern fehlen mir der harmonische Analysator, dessen Frühversionen im Science-Museum in London ausgestellt sind und dessen Serienherstellung mit der Firma CONRADI/Zürich/CH verbunden ist (1. Auslieferung an das Institut für Mathematik der Universität Göttingen 1890). Eine hervorragende Erklärung der Funktion s.u. Felix Klein "Elementarmathematik vom höheren Standpunkte aus III" Springer (Die Grundlehren der Mathematischen Wissenschaften in Einzeldarstellungen Band XVI) Seite 72ff.

Auch Uhren sind ein hervorragendes Beispiel für Analogrechnen, bei Komplikationen mit Schaltfunktionen sogar für mechanische Computer. Auch die Zweifaltigkeit von Rechnen und Messen kann hieran gut aufgezeigt werden. Leider werden diese mit keinem Wort erwähnt.

Nomogramme, statisch mit Lineal zu verwenden und dynamisch mit verschiebbaren und verdrehbaren Skalen und Peilhilfen (hierzu nur genannt der Pilotenrechner von Jeppesen), stellen ein ebenfalls breites und unterschätztes Gebiet des anoalogen Handrechnens dar.

Das Planimeter hätte man ruhig auch mathematisch erklären können, da Integration ein Hauptthema des Analogrechnens schlechthin bedeutet. Hierzu sei auch verwiesen auf

Felix KLEIN, "Elementarmathematik vom höheren Standpunkte aus III" in der von R. Courant in Göttingen herausgegebenen Reihe "Die Grundlagen der mathematischen Wissenschaften" Springer Verlag Berlin 1928. S14 ff

siehe auch seine Videos:

Atomobilfahrwerk (Feder-Masse-Dämpfer) - 1 deutsch mit englischen Untertiteln

Automobilfahrwerk - 2 deutsch mit englischen Untertiteln

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