"Blinkenlights"

Hauptkategorie: Für die Öffentlichkeit Kategorie: Vorträge Erstellt: Montag, 25. Januar 2010 Zuletzt aktualisiert: Montag, 04. Februar 2013 Veröffentlicht: Montag, 25. Januar 2010 Geschrieben von Jörg Hoppe

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Jörg Hoppe bietet folgenden Vortrag an:

Es wird das Bedienpaneel (Console-panel) eines historischen Minirechners (PDP-11/70) vorgeführt, über das ein simulierter Rechner realistisch gesteuert werden kann.

Die CPU-Panels (Spitzname "Blinkenlights") sollten mit ihren Schaltern und Lämpchen einen hohen Wiedererkennungswert haben, sie sind aus älteren "James Bond"- bzw. Science-Fiction-Filmen wohlbekannt.

In diesem Vortrag sollen die Teilnehmer selber über ein Panel einen historischen Computer bedienen!

Teilnehmer: 3-8 (ältere Erwachsene mit DV-Bezug, oder Gymnasialschüler/Studenten aus Informatik-Unterricht)

Dauer: 90 Minuten - drei Stunden (je nach Teilnehmerzahl, ggf. mit Pause). Ein 60 minütiger "Schnelldurchlauf" ist möglich.

Stichworte: Begriffe der Von-Neumann-Architektur (CPU, Speicher, Register, Adressen, Daten), Binäre/Oktale Zahlendarstellung, Assemblerprogrammierung, Binärdarstellung von Assemblerprogrammen, PDP-11, DV-Technik 1960-1975.

Nötiges Material: Panel mit Notebook. 2 Steckdosen. Grafik zur von-Neumann-Architektur. Taschenrechner zur oktal/dezimal Umrechung. Ein Programmlisting pro Teilnehmers. Bilder von PDP-11 und IBM 360/91. Beamer und Internetanschluss vorteilhaft. 

 

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Gliederung des Vortrags:

Vortrag Abschnitt 1:

Erklärung, was vorgeführt wird. Historischer Hintergrund, 19"-Schränke, CPU, von-Neumann Architektur,  DEC, PDP-11. IBM 360/91-Panel als "Schocker". Hinweis auf optisches 70er-Jahre Design.

Info zum Aufbau: echtes 11/70-Paneel (eBay), USB-Interface, Simulation der PDP-11/70 mit SimH, Interface Software "PDP11GUI". Hinweis auf Retro-Computerszene.

Interaktiver Teil 1:

Anfassen und Beschnuppern des Panels, Lampentest.

Vortrag Abschnitt 2:

Grundfunktion des Panels: von-Neuman Architekur ("Programme sind Daten"), Schalter für Addressen und Dateneingabe, LEDs zur 22-Bit Addressanzeige, LEDs zur 16-Bit Datenanzeige, Modusschalter, Schalter zur Steuerung der CPU.

Interaktiver Teil 2:

Teilnehmer können selber Daten in bestimmte Speicherzellen eintasten und zur Kontrolle abfragen.

Vortrag Abschnitt 3:

Erklärung des "Switch- und Display-Registers: Zugriff auf Schalter und LEDs durch Programme.

PDP-11 Assembler-Listing mit "SUM" Programm. Programm, Listing und Datenspalte erklären.

Eingabe von "n" und Ausgabe von "Summe" über Displayregister erklären.

Summen Formel von C.F. Gauss.

Interaktiver Teil 3:

Teilnehmer kontrollieren, ob ab der Startadresse wirklich das gelistete Programm im Hauptspeicher steht.

Vortrag Abschnitt 4:

Erklärung der CPU-Funktion: Startadresse, HALT/RUN  Schalter, Single Step.

Unterschied zu heutigen CPU's: Software Debugger statt "STOP"-Schalter. Nutzung der Paneels, um Bootloader einzutasten.

Interaktiver Teil 4:

Programmlauf: Startadresse eingeben, Anfangsdatum "n" (zuerst "100") eingeben, START, LEDs zeigen Ergebnis oktal an (="5050"). Drehschalter auf "DISPLAY REG", sonst kein Ergebnis!

Wiederholung mit anderen Eingabewerten.

Wiederholen im Single-Step Betrieb, Kontrolle am Assemblerlisting.

Vortrag Abschnitt 5:

Hinweis, wieviel bei der Bedienung schief gehen kann.  Ansätze von Ergonomie (Togglen von "EXAMINE" fragt aufeinanderfolgende Adresse ab.). Unterschiede zur echten PDP-11/70. Fragen zur Technik beantworten. Hinweis auf Webaddressen.

Stammtisch.

 

 

 

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