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Die Computermaus wird 50 Jahre alt

Hauptkategorie: Aktuelles
Erstellt: Freitag, 07. Dezember 2018 Zuletzt aktualisiert: Freitag, 07. Dezember 2018 Veröffentlicht: Freitag, 07. Dezember 2018
Geschrieben von Jens Kirchhoff

+++ 09.12.2018 +++

Schon früh, also seid Beginn der Nutzung der "Kathodenstrahlröhre" (CRT cathode ray tube) als "BILD"- "SCHIRM" , setzte man sich mit der Darstellung von Text und Bildern als Information sowie der möglichst ergonomischen Eingabe auseinander. Radarführung (Fluglotse), Wettersichtung/-auswertung, CAD (damals noch "computer aided drafting"), Bibliotheks- und Informationssysteme (Patente, Technische Zeichnungen, Stücklisten, Buchungssysteme, ...) bedurften einer schnellen und effizienten Mensch-Maschine-Schnittstelle. Von der Idee im Gehirn bis zum elektrischen Signal im Gerät sollte es zeitlich und von der Beanspruchung des Menschen her optimal laufen. Man stellte fest, auch viel später Steve Jobs bei der Diskussion um die Handyeingabe, dass ein Griffel ungünstig ist, weil man den im Wechsel mit einer Tastatur immer wieder loslassen und Greifen muss. Wer Bildbearbeitung oder Zeitungsbearbeitung (DTP desktop publishimg) mit Griffel betreibt, kennt das Problem: als Zeigegerät sehr gut, aber umständlich.Übrigens wurden Griffel auch gerne mit Tabletts eingesetzt, auf denen Funktionsfelder ("Buttons" "Icons" ?) aufgedruckt waren, vor allem bei DTP und CAD. Dann aber musste man auch ständig die Augen umfokussieren und den Kopf wenden. (Ging auch mit einer Fadenkreuzlupe...)

Der Finger (Smartphone) ist sicher die beste Art, da direkt. Die Ungenauigkeiten des dicken Fingers gegenüber der zu tastenden Stelle wurden ziemich ausgemerzt. Und die zusätzlichen Funktionen wie Verschieben mit einem Finger sowie Vergrößern/Verkleinern mit zwei Fingern sind genial und ideale Lösung. Die Maus konnte zwar nie so direkt eingeben wie ein Griffel oder der Finger, besonders als noch der Ball auf der Unterlage nicht rollte sondern schleifte; und auch bei ihr musste man zum Keyboard wechseln. Aber die Wege waren klein und angenehm. (Das Scrollrad sollte noch erwähnt werden, nachdem zu der Ein-Tasten-Maus noch eine zweite Tste dazu kam). Trotzdem gab es die bekannten medizinischen Probleme einer extrem eingeschränkten und stark wiederholenden Tätigkeit: Sehenscheidenzündungen beim Zeige- und/oder Mittelfinger.

 

https://www.bing.com/news/search?q=die+maus+wird+50&qpvt=die+maus+wird+50&FORM=NWRFSH

 

PS1: Die Maus wurde ggf. brutal erweitert mir Rädern, um mehrere Funktionen zu bieten (CAD)

PS2: Ein weiteres Eingabegerät wäre der Joystick, jedoch nur für spezielle Eingabefälle.

MAC URM2 MAC URM3

Apple MacIntosh 1984

Lichtgriffel   graphic tablet / digitizer

Nachruf Manfred Eyßell

Hauptkategorie: Aktuelles
Erstellt: Mittwoch, 25. Juli 2018 Zuletzt aktualisiert: Freitag, 28. September 2018 Veröffentlicht: Mittwoch, 25. Juli 2018
Geschrieben von Jens Kirchhoff

+++ 25.07.2018 +++

Mit großem Bedauern geben wir den “Abschied” vom unserem Gründungsmitglied Manfred Eyßell bekannt. Er gehörte zu den aktivsten Mitgliedern, war langjährig Kassenwart und immer bei den Treffen und Ausstellungen aktiv dabei. Er versorgte uns zu den Treffen in der Sammlung nicht nur mit Getränken und interessanten Nachrichten aus seinen Kontakten zur GWDG und zur Universität, immer war er sich für Transporte seiner und unserer Ausstellungsstücke nicht zu schade.

KFSE Uni Göttingen 6 Klein

Seine Leidenschaft galt von Anfang an der historischen Rechen- und Computertechnik. In der GWDG (Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung) baute er das “Rechnermuseum der GWDG” auf, das noch heute besteht und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich ist. (Besucheranfragen bitte an Herrn Dr.Otto´/ GWDG). Es gibt vermutlich niemanden, der über die G1 bis G3 von Professor Billing besser Bescheid weiß, Verzeihung: wusste. (Wir werden versuchen, seine Unterlagen zu sichten und das Wissen zu übernehmen…

Weiterlesen: Nachruf Manfred Eyßell

Internationaler Museumstag 2017 Göttingen

Hauptkategorie: Aktuelles
Erstellt: Donnerstag, 27. Juli 2017 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 23. Mai 2018 Veröffentlicht: Donnerstag, 27. Juli 2017
Geschrieben von Jens Kirchhoff

+++ 27.07.2017 +++

Am 21. Mai stand unser Mitglied Manfred Eyßell wieder mal "auf der Matte", um "seine" Museumsstücke der GWDG zu erläutern. Leider gab es herzlich wenige Anmeldungen, was dem Interesse aber keinen Abbruch tat. Im Gegenteil konnte dann ausführlich auf Fragen eingegangen werden.

MusT 17e Small

Sammlung von Plattenspeichern / Harddisks (Foto ©: Peter Heller/Göttingen)

MusT 17f Small

Ganz früher Trommelspeicher (Foto ©: Peter Heller/Göttingen)

FASTRAND III als Teil einer UNIVAC U1108: 2 horizontale Trommeln, 64 Schreib-/Leseköpfe, verschieblich in 64 Positionen 2 Laufwerke, Kapazität 33 MW4, mittlere Zugriffszeit: 92 msec,  Übertragungsrate: 50 KW/sec.

MusT 17g Small

KSR Parallelrechner (Foto ©: Peter Heller/Göttingen)

Kendall Square Research KSR1 mit 32 Prozessoren und einer Leistung von 1,28 GFLOPS, wurde im November 1992 in Betrieb genommen.

Man sieht, dass die GWDG viele Geschichten zur Computerhistorie erzählen kann. Und wir machen gerne mit.

Rechnermuseum der GWDG jetzt in Onlinesammlung der Universität Göttingen

Hauptkategorie: Aktuelles
Erstellt: Dienstag, 05. Dezember 2017 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 25. Juli 2018 Veröffentlicht: Dienstag, 05. Dezember 2017
Geschrieben von Jens Kirchhoff

+++ 05.12.2017 +++

Seit heute ist das Sammlungsortal der Georg-August-Universität Göttingen online. Das von uns mitbetreute Rechnermuseum der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung (Rechenzentrum für die Max Planck Gesellschaft und Universität) listet dort auch einige Stücke. Die Einträge werden nach und nach erweitert. Das ist eine aufwändige Arbeit. Vielen Dank hier an Manfred Eyßell.

"Unsere" Stücke finden Sie direkt unter der Sammlungsabteilung Rechnermuseum der GWDG.

Tag der offenen Sammlungen

Hauptkategorie: Aktuelles
Erstellt: Freitag, 03. Juni 2016 Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 23. Februar 2017 Veröffentlicht: Freitag, 03. Juni 2016
Geschrieben von JK

+++  03.06.2016 +++

 Wir waren wieder dabei an der Universität Göttingen. Der heiße 22. Mai lockte nicht allzu viele Besucher in das Geowissenschaftliche Institut, wir zählten immerhin ca. 140 Besucher. Unsere Mitglieder konnten aber aktiv die Rumgucker animieren, sich doch mal einen Computer oder Rechengerät auszusuchen und unter Anleitung zu bedienen. Kinder, besonders Jungen, klebten an dem Vectrex-Videospiel, bis die Eltern sie dort wegzerren mussten. Dieses ganz frühe Spiel, noch mit Elektronenstrahl auf den Bildschirm gemalte Strichbilder, machte genau so viel Spaß wie heutige Superaction-Spiele in 3D und Wahnsinnsgrafik. Denn Ballerei und Zerstörung sind auch in abstrakter Darstellung eines space-war genug Herausforderung an den Spieltrieb. Und an Reaktionsschnelligkeit waren die Youngsters nicht zu toppen.

Wir haben aber vor allem die GWDG (Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung) vertreten; konkret das Rechnermusum am Faßberg. Ein entsprechendes Roll-up-Poster wurde eigens hierfür erstellt und gezeigt. Wir organisieren auch gerne eine Führung durch das Rechnermuseum der GWDG. Bitte an den webmaster schreiben oder das Kontaktformular ausfüllen.

Und dazu passt wieder mal die Programmierung eines PDP-Rechners in Oktalcode, den man an den Tasten - Bit für Bit - eingeben und an den Lämpchen ablesen kann. Das ist noch MASCHINEN-Programm, nicht mal Assembler! Allerdings passen jetzt ganze Rechenzentren in den Computer, der die Oldie-Computer (Schrank an Schrank) simuliert. Und dieser Simulationscomputer ist nicht größer als eine Zigarrettenschachtel! Er ist ganz simpel in dem Terminal (ORIGINAL!) eingebaut. Mit wenigen Zeilen Code kann man dann ein Lauflicht realisieren. Wer mehr wissen will, kann die Technik hier nachlesen; alles öffentlich und kostenfrei!

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