Nachrichten

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Apollo 11 Navigationscomputer / guidance computer

Hauptkategorie: Aktuelles
Erstellt: Dienstag, 16. Juli 2019 Zuletzt aktualisiert: Montag, 19. August 2019 Veröffentlicht: Dienstag, 16. Juli 2019
Geschrieben von Jens Kirchhoff

+++ 16.07.2019 +++

Heute vor 50 Jahren startete die Saturn 5-Rakete mit dem Landemodul "Adler" ab Cape Canaveral in Richtung Mond. Die Landung erfolgte am 20.Juli (Bodenkontakt bei circa 75 cm Höhe am 20. Juli um 20:17:39 UTC / wikipedia). Wir, das heißt: meine Familie, verließen den Wohnwagen in einem Strandbad mitten im verlassenen Schweden, um die Landung bei einem Urlauber mit Ferienhaus und TV um 21:17:39 Uhr mitzuerleben (damals gab es noch keine Sommerzeit :-).

Als Stepke von 12 Jahren war das ein ganz merkwürdiges Gefühl, dass da wirklich ein Unternehmen mit Menschen in diesem dunklen fernen Weltraum waren, ohne Luft und in so einer kleinen Schachtel auf so einer gigantischen Rakete. Und die konnten die Erde sehen, wie wir auch durch den Fernseher.

JK Schweden 1968 Klein https://tardis.fandom.com/wiki/Apollo_11

Also war der Raum erfüllt mit ca. 10 Personen, die alle vor einem winzigen Schwarz-Weiß-Fernseher saßen und die Landung sehen wollten. Man sah immer nur verschwommen den Adler und die darunter vorbeiziehenden Krater, bis zum Schluss gar nichts mehr zu sehen war, weil die Kamera auf den eigenen Schatten zielte. Als dann kein Funkverkehr mehr war, hielten wir den Atem an, .... bis es dann verlautete, in krächzender Funkstimme, "Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed." Die Erleichterung im Raum löste sich in Rufen, Ersatunen und dann Bewunderung über das Unfassbare. Schließlich haben wir Kinder uns ja auch lange Zeit vorbereitet und eingestimmt..... mit Papier- oder Plastikmodellen von Rakete und Eagle oder einem Bilderalbum (Sammelbilder in der Tüte für ein paar Groschen) vom Programm mit "Mercury", Gemini"  und "Apollo", alles Namen mit einem Hauch von himmlischer Unnahbarkeit. Nicht umsonst hieß die Zeit ja auch "space age" mit all den Straßenkreuzern mit Flügelansätzen im Heck und Düsenimitationen an Lampen und Rädern....

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GWDG-Führung durch das Rechnermuseum

Hauptkategorie: Aktuelles
Erstellt: Freitag, 14. Juni 2019 Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 16. Juli 2019 Veröffentlicht: Freitag, 14. Juni 2019
Geschrieben von Jens Kirchhoff

+++  14.06.2019 +++

In letzter Zeit häufen sich Anfragen zur Besichtigung des Rechnermuseums. Dieses mal war ein Computerkurs zu Besuch, den ich fast zwei Stunden mit Informationen begeistert und gequält habe; es war wirklich eine langwierige Angelegenheit. Aber die Vitrinen sind ja nur totes Material, wenn man nicht die Hintergründe beleuchtet, also Technik und Geschichte erklärt.

 GWDG Führung 13062019 4 Klein

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Nachruf Manfred Eyßell

Hauptkategorie: Aktuelles
Erstellt: Mittwoch, 25. Juli 2018 Zuletzt aktualisiert: Freitag, 28. September 2018 Veröffentlicht: Mittwoch, 25. Juli 2018
Geschrieben von Jens Kirchhoff

+++ 25.07.2018 +++

Mit großem Bedauern geben wir den “Abschied” vom unserem Gründungsmitglied Manfred Eyßell bekannt. Er gehörte zu den aktivsten Mitgliedern, war langjährig Kassenwart und immer bei den Treffen und Ausstellungen aktiv dabei. Er versorgte uns zu den Treffen in der Sammlung nicht nur mit Getränken und interessanten Nachrichten aus seinen Kontakten zur GWDG und zur Universität, immer war er sich für Transporte seiner und unserer Ausstellungsstücke nicht zu schade.

KFSE Uni Göttingen 6 Klein

Seine Leidenschaft galt von Anfang an der historischen Rechen- und Computertechnik. In der GWDG (Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung) baute er das “Rechnermuseum der GWDG” auf, das noch heute besteht und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich ist. (Besucheranfragen bitte an Herrn Dr.Otto´/ GWDG). Es gibt vermutlich niemanden, der über die G1 bis G3 von Professor Billing besser Bescheid weiß, Verzeihung: wusste. (Wir werden versuchen, seine Unterlagen zu sichten und das Wissen zu übernehmen…

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Die Computermaus wird 50 Jahre alt

Hauptkategorie: Aktuelles
Erstellt: Freitag, 07. Dezember 2018 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 20. April 2019 Veröffentlicht: Freitag, 07. Dezember 2018
Geschrieben von Jens Kirchhoff

+++ 09.12.2018 +++

Schon früh, also seid Beginn der Nutzung der "Kathodenstrahlröhre" (CRT cathode ray tube) als "BILD"- "SCHIRM" , setzte man sich mit der Darstellung von Text und Bildern als Information sowie der möglichst ergonomischen Eingabe auseinander. Radarführung (Fluglotse), Wettersichtung/-auswertung, CAD (damals noch "computer aided drafting"), Bibliotheks- und Informationssysteme (Patente, Technische Zeichnungen, Stücklisten, Buchungssysteme, ...) bedurften einer schnellen und effizienten Mensch-Maschine-Schnittstelle. Von der Idee im Gehirn bis zum elektrischen Signal im Gerät sollte es zeitlich und von der Beanspruchung des Menschen her optimal laufen. Man stellte fest, auch viel später Steve Jobs bei der Diskussion um die Handyeingabe, dass ein Griffel ungünstig ist, weil man den im Wechsel mit einer Tastatur immer wieder loslassen und Greifen muss. Wer Bildbearbeitung oder Zeitungsbearbeitung (DTP desktop publishimg) mit Griffel betreibt, kennt das Problem: als Zeigegerät sehr gut, aber umständlich.Übrigens wurden Griffel auch gerne mit Tabletts eingesetzt, auf denen Funktionsfelder ("Buttons" "Icons" ?) aufgedruckt waren, vor allem bei DTP und CAD. Dann aber musste man auch ständig die Augen umfokussieren und den Kopf wenden. (Ging auch mit einer Fadenkreuzlupe...)

Der Finger (Smartphone) ist sicher die beste Art, da direkt. Die Ungenauigkeiten des dicken Fingers gegenüber der zu tastenden Stelle wurden ziemich ausgemerzt. Und die zusätzlichen Funktionen wie Verschieben mit einem Finger sowie Vergrößern/Verkleinern mit zwei Fingern sind genial und ideale Lösung. Die Maus konnte zwar nie so direkt eingeben wie ein Griffel oder der Finger, besonders als noch der Ball auf der Unterlage nicht rollte sondern schleifte; und auch bei ihr musste man zum Keyboard wechseln. Aber die Wege waren klein und angenehm. (Das Scrollrad sollte noch erwähnt werden, nachdem zu der Ein-Tasten-Maus noch eine zweite Tste dazu kam). Trotzdem gab es die bekannten medizinischen Probleme einer extrem eingeschränkten und stark wiederholenden Tätigkeit: Sehenscheidenzündungen beim Zeige- und/oder Mittelfinger.

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Rechnermuseum der GWDG jetzt in Onlinesammlung der Universität Göttingen

Hauptkategorie: Aktuelles
Erstellt: Dienstag, 05. Dezember 2017 Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 25. Juli 2018 Veröffentlicht: Dienstag, 05. Dezember 2017
Geschrieben von Jens Kirchhoff

+++ 05.12.2017 +++

Seit heute ist das Sammlungsortal der Georg-August-Universität Göttingen online. Das von uns mitbetreute Rechnermuseum der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung (Rechenzentrum für die Max Planck Gesellschaft und Universität) listet dort auch einige Stücke. Die Einträge werden nach und nach erweitert. Das ist eine aufwändige Arbeit. Vielen Dank hier an Manfred Eyßell.

"Unsere" Stücke finden Sie direkt unter der Sammlungsabteilung Rechnermuseum der GWDG.