IBM-PC wird 30 (12.08.1981)

Hauptkategorie: Aktuelles Erstellt: Freitag, 12. August 2011 Zuletzt aktualisiert: Samstag, 30. Juni 2012 Veröffentlicht: Freitag, 12. August 2011 Geschrieben von Jens Kirchhoff

Heute vor 30 Jahren (12. August 1981) wurde der IBM-PC (5150) vorgestellt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Personal_Computer#IBM-PC

Es gab bereits Heimcomputer, deren Zielrichtung jedoch Spiele und Vergnügen waren, wenn auch bereits dort mit BASIC Laborprogramme und Anwendungen programmiert wurden. Die Zeitschriften waren voll mit Angeboten von Cassetten mit Software. Außerdem war IBM selbst nicht an dem Markt solcher Spielzeuge interessiert und hat das Thema schleifen lassen. Schließlich wurde das Konzept gegen jede IBM-Tradition durchgesetzt: Komponenten kaufen statt selber fertigen, schnell (2 Jahre) statt langsam entwickeln. Neu war auch das Design in grau und pink (heute siehe auch Telekom), das dem beige entgegengesetzt wurde.

Durchgesetzt gegen die technisch ebenbürtige Konkurrenz (z.B. Victor Sirius) hat sich IBM sehr schnell durch den Vorteil der Kompatibilität mit anderen IBM-Systemen und der DFÜ (Datenfernübertragung). Natürlich wurde auch durch Kombiangebote mit IBM-Systemen der PC zusätzlich verkauft. Das ging so weit, dass der PC nur einen Bruchteil des dummen Terminals an einem Großrechner kostete, wodurch sogar interne Konkurrenz entstand. Der Privatmarkt -Vorreiter wieder Büros und Freiberufler - wurde durch die Charlie Chaplin-TV-Werbung aufbereitet, an die sich jeder noch erinnern kann, der damals wusste, was ein Computer ist; und das waren nicht viele, eher junge Leute.

Außerdem war der IBM-PC der entscheidende Startschuss für Microsoft (DOS), welches von Bill Gates und Steve Balmer verkauft wurde, obwohl es noch gar nicht bei Microsoft existierte, jedoch später einer Klitsche für kleines Geld abgekauft wurde. Als Sohn eines Rechtsanwaltes achtete Gates darauf, dass die Software nur lizensiert (vermietet) und nicht verkauft wurde. Dies war ein schmerzlicher Fehler des IBM-Managements. (CP/M wurde zuerst angefragt Dass dieses Betriebssystem nicht zum Zuge kam, darum rankt sich eine Legende....)

Auch INTEL hat extrem profitiert vom IBM-PC. Schließlich baute eine ganze Prozessor-Baureihe darauf auf und ohne den Begriff 80... oder /86 konnte man viele Jahre gar kein Gespräch über Hardware führen.

Mit den gigantisch steigenden Stückzahlen kamen auch Klone auf den Markt und der Standard IBM war nicht mehr zu stoppen. Anwendungen wie Textsysteme und Tabellenkalkulation waren ein Anfang, aber letztlich stürzten sich Entwickler und Anwender auf alles, was das Gerät hergab, welches zunächst - wie später auch der Apple-MacIntosh - nur mit zwei Floppies ausgestattet war: Die Programmfloppy links und die Datenfloppy rechts. Das war ein hübsches Sägen und Knattern. Und zur Formatierung eines mehrseitigen Textes konnte man nach Abschicken des Auftrages (ENTER) getrost eine Kaffeepause einlegen.... und hoffen, dass alles gut ging.

VISICALC

DOS (disk operating system)

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