GWDG-Führung durch das Rechnermuseum

Hauptkategorie: Aktuelles Erstellt: Freitag, 14. Juni 2019 Zuletzt aktualisiert: Freitag, 25. Oktober 2019 Veröffentlicht: Freitag, 14. Juni 2019 Geschrieben von Jens Kirchhoff

+++  14.06.2019 +++

In letzter Zeit häufen sich Anfragen zur Besichtigung des Rechnermuseums. Dieses mal war ein Computerkurs zu Besuch, den ich fast zwei Stunden mit Informationen begeistert und gequält habe; es war wirklich eine langwierige Angelegenheit. Aber die Vitrinen sind ja nur totes Material, wenn man nicht die Hintergründe beleuchtet, also Technik und Geschichte erklärt.

 GWDG Führung 13062019 4 Klein

Einige Artefakte sind selbst in großen Museen nicht ausgestellt. Der Fastrand-Trommelspeicher z.B. ist einmalig in der GWDG. Und die oben gezeigten Bandroboter für Magnetbandcassetten sind auch kaum noch erhalten; die waren einfach zu groß zum Sammeln. Das Archivieren großer Datenmengen war immer schon herausfordernd, und die GWDG hatte eine ganze Batterie von solchen Bandrobotern. Nur sind die Daten meist nach 10 Jahren nicht mehr vorhanden: Entweder ist der Datenträger kaputt, oder es gibt kein Gerät mehr, das es lesen kann. Das Computer Cabinett kann noch die meisten Datenträger lesen, weil sowohl Lesegeräte als auch passende Computer lauffähig vorhanden sind!

MusT 17f Small Foto: Peter Heller

Und hier ist er: Vorgestellt damals von unserem -inzwischen verstorbenem Mitglied Manfred Eyßell, der auch das Rechnermuseum maßgeblich mit aufgebaut hat.

GWDG Führung 13062019 6 Klein

 Der Nova-4 "Mini"computer begeistert durch sein schönes Design, einschließlich der Farbwahl. Dazu gehört auch eine Tastatur, wo die Tasten eine Mulde haben, in die eine Fingerkuppe wie angegossen reinpasst. Das kennen wir von frühen Olivetti-Tasten (P103 & P203 z.B.) Hier wird es sofort getestet. Die Tür zum Magnetband haben wir auch aufgemacht und die komplizierte Fädelung gegen Reißen des Bandes begutachtet.

Auch hier kam übrigens der IBM-Demonstrationskoffer zum Einsatz sowie einige Rohlinge aus der Chipfertigung. Ein Teilnehmer konnte mit seiner Lupe aushelfen. Herzlichen Dank.

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